Vereinsgeschichte:

               Vereinsnamen von 1899:
                 1899 Arbeiter Stemm- und Ringclub Kap Horn
                 1920 Freie Kraftsportvereinigung Rüstringen - Wilhelmshaven
                  im AABD ( Arbeiter - Athletenbund Deutschland )
                 1933 Siegfried Kap Horn
                 1945 Wilhelmshavener  Sportvereinigung
                 1948 Box- und Schwerathletikclub Wilhelmshaven (BSC)
                 1959 Athletik-Sportverein Wilhelmshaven e.V.

               Vereinsvorsitzende:
                 von 1899 - 1921      Hinnerk Daniels
                 von 1922 - 1933      Georg Kiekalt
                 ab  16.9. 1933         Hermann Buschkõmper
                 ab 21.9. 1934          Georg Kießkalt
                 ab 8.7. 1936            Hermann Buschkämper
                 ab 23.10.1936         Otto Bartels
                 von 1947                Gerd Frerichs
                 ab 6.2. 1949            Otto Bartels
                 ab 21.1. 1951          Willi Johannesson
                 ab 6.1. 1952            Wilhelm Eigbrecht
                 ab 1968                   Heinrich Gestring
                 ab   1990                 Karlheinz Franke

Der Schwerathletiksport hat seine frühen Wurzeln in unserer Region schon 1879. In Bant wurde der "Männer Stemm- und Ringclub Doppeleiche" gegründet. Danach entstanden weitere Schwerathletikclubs: Mut und Kraft Rüstersiel und Apollo Heppens.
Der  Vorläufer des ASV, der "Arbeiter Stemm- und Ringclub Kap Horn", wurde am  10.4.1899 durch Anschluß und Zusammenschluß gegründet. Aus dieser Zeit sind nicht viel Materialien, Berichte oder Bilder vorhanden.

"Freie Kraftsportvereinigung Kap Horn Rüstringen - Wilhelmshaven" hieß der Verein nach dem Ersten Weltkrieg und schloß sich dem Allgemeinen Arbeiter Athletenbund Deutschland (AABD) an. Der Arbeitersport hatte in Deutschland damals ca. 2 Millionen Mitglieder und verstand sich als Arbeitnehmerorganisation im Gegensatz zu den bürgerlichen Sportvereinen.

In unserem Verein wurde Gewichtheben, Boxen, Ringen, Artistik und Jiu-Jitsu getrieben. Sportler der Freien Kraftsportvereinigung Kap Horn nahmen an Bundesfesten des Arbeiter Turn- und Sportbundes (ATSB), sowie an der 1. und 2. Arbeiterolympiade 1924 in Frankfurt und 1931 in Wien teil. Nach der Machtübernahme 1933 durch die Nazis wurden im Zuge der Gleichschaltung die Arbeitersportvereine aufgelöst und aktive Arbeitersportler verfolgt.

Dieses Schicksal ist unserem Verein teilweise erspart geblieben, gab es doch 1933 Hermann Buschkämper, einen Sportler, der mit ganzem Herzen am Ringkampf und Boxsport hing, und aufgrund seiner damaligen Stellung unseren Sport rettete.
Am 16. September 1933 wurde aus dem Vereinen "Kap Horn" und "Siegfried" der "Athletik Sportverein Siegfried Kap Horn Wilhelmshaven Rüstringen". Hermann Buschkämper  wurde erwartungsgemäß Vorsitzender .

Der Judosport wurde in dieser Zeit von den Oberen verboten. Die Jugendarbeit des Vereins mußte an die Hitlerjugend abgetreten werden. Ein Schreiben der Stadt Rüstringen untersagte dem Verein, zukünftig keine Zuschauer in Übungsstunden in der Schulturnhalle Bremer Straße zuzulassen. 1934 wurden die ersten Differenzen zwischen den Boxern und dem Restverein offensichtlich. Es ging um Spesen. Am 9.4.1935 kam es zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, in deren Verlauf sich die Boxabteilung abspaltete.

Am 1.4.1937 änderte der Verein seinen Namen und hieß, genau wie heute, Athletik Sportverein Wilhelmshaven, und 1938 wurde eine neue Boxabteilung gegründet.
1939 begann ein trauriges Kapitel für Deutschland und für unseren Sportverein. Am 21.10.39 fand die Erste Kriegsmitgliederversammlung statt. Protokolle und sportliche Aktivitäten sind noch bis 1941 nachzulesen, dann war nichts mehr...

Nach dem Ende des Krieges, 1945, genehmigten die Alliierten in der Wilhelmshavener Sportvereinigung Ringen, Boxen und Gewichtheben; Judo blieb zunächst verboten. 1948 gründeten die Schwerathleten den Box- und Schwerathletik Club Wilhelmshaven  ( BSC ).

Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde am 2.4.1949 im Schützenhof gebührend gefeiert. Um 20.00 Uhr trat eine Mädelgruppe des Turnvereines Germania auf, der folgte eine Kunstradfahrergruppe des Radfahrvereins „Sturmvogel".  Anschließend konnten  unsere Aktiven bewundert werden.

In den 50er Jahren gab es wieder Konflikte zwischen den Boxern und dem Hauptverein. Appelle an die Tradition und den Gemeinsinn halfen nichts. 1955 spalteten sich die Boxer ab und ihre Abteilung wurde aufgelöst. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung  wurde dieser Beschluß schweren Herzens als unumgänglich gefällt.

In dieser Sitzung wurde dann auch der Name des Verein  zum letzten Male geändert. Der Vorschlag "Athletik-Sportverein Wilhelmshaven" (ASV)  fand mehrheitlich Zustimmung gegenüber dem Vorschlag "Kap Horn".

1978 wurde zum letzten Male in der Schulsporthalle Bremer Straße trainiert. Die Übungsstätte  musste wegen Abriss gewechselt werden  Nach einer feuchtfröhlichen Abschlußfeier findet der Sportbetrieb nun in der Halle an der Kirchreihe statt. Seit 1990 bis heute ist Karlheinz Franke Vorsitzender des ASV Wilhelmshaven.